Risotto. Kurkuma. gebratene Hähnchenbrust

Reis ist seit der Renaissance in Italien bekannt und wird vorwiegend in der Poebene angebaut. Die bekanntesten für Risotto geeigneten Sorten sind Arborio, Vialone & Carnaroli. In der italienischen Küche wird Risotto als erster Hauptgang (primo piatto) oder als Beilage zu einem Schmorgericht gereicht. Bei mir ist es diesesmal ein Hauptgericht. Nicht nur wegen der schönen gelben Farbe kommt viel Kurkuma in das Gericht. Kurkuma ist ein Gewürz mit vielen guten Eigenschaften für die Gesundheit sagt man. Folgendes ist jedoch interessant: Curcumin ist Gegenstand einer Vielzahl medizinischer Studien zu vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Da Curcumin als eines der stärksten Pan-assay interference compounds (PAINS) falsch-positive Ergebnisse in chemischen Untersuchungen bewirken kann, ist ein Großteil der dazu publizierten positiven Ergebnisse vermutlich fehlerhaft. Aufgrund der geringen oralen Bioverfügbarkeit von Curcumin ist es unwahrscheinlich, dass sich die Ergebnisse von in-vitro-Studien auf den Menschen übertragen lassen. Keine Form von Curcumin oder dessen nahe verwandter Analoga scheint ein guter Arzneimittelkandidat zu sein, da es keine der erwünschten Eigenschaften besitzt. Bisher war keine placebokontrollierte Doppelblindstudie erfolgreich. Jedoch als Gewürz ist Kurkuma nicht zu verachten. Ich benötige:

  • Arborio-Reis, pro Person ca. 60 – 80 Gramm
  • Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Petersilie
  • Parmesan-Käse, Butter, Oliven-Öl
  • Hähnchenbrust gekocht
  • Kurkuma, Salz, weißer Pfeffer, Muskat, Piment d’espelette
  • Weißwein, Hühnerbrühe

2 Gedanken zu “Risotto. Kurkuma. gebratene Hähnchenbrust

  1. Lieber Hartmut,
    du gestattest, dass ich ergänze:
    Kurkuma erlebt, wie du richtig schreibst, in den sozialen Medien gerade einen Hype und wird als Wundermittel gefeiert. Bei Alzheimer, Krebs, gut für die Blutgefässe und zum Abnehmen soll die Wurzel helfen. Das erfüllt die hochgelobte Wurzel (bzw. das Rhizom aus der Familie der Ingwergewächse) jedoch nicht: die Studien am Menschen sind nicht relevant.
    Was Kurkuma jedoch erwiesenermassen kann, ist eine Förderung der Galle-Produktion, ist somit ein so genanntes Cholagogum (Cholereticum + Cholekineticum), also ein Verdauungshelfer. Die Wirkung kommt notabene nicht nur vom Curcumin, sondern auch von den ebenfalls enthaltenen ätherischen Ölen.
    In entsprechenden Arzneimitteln wird übrigens Curcuma xanthorrizza verwendet, als Gewürz und in Curry-Mischungen hingegen Curcuma longa.
    Übrigens: wer je zu frischer Wurzel kommt (in Asien-Geschäften) und das Zerkleinern (mit Handschuhen! gelbe Farbe!) nicht scheut, wird mit einem sehr feinen Aroma belohnt, welches das Pulver nicht liefern kann!
    Mit besten Grüssen, Felix

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s