Oster-Pinza

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Alle Jahre wieder… das wird jetzt kein Weihnachtslied. Aber Ostern ohne Pinza ist wie Weihnachten ohne Stollen. Ja, ich weiß, es ist ein Hefeteig. Und da trauen sich viele nicht ran. Doch es lohnt sich. Der Duft, wenn die Pinza im Backofen backt ist einfach köstlich. Und so wie so, selbst gebackener Kuchen (oder ist Pinza Brot? ) ist alle mal besser als jedes gekaufte Stück. Bei der Arbeit mit Hefeteig ist es wichtig, dass man weiß, „es ist ein Lebewesen“. Denn die Hefe lebt. Und ist ein Sensibelchen. Sie hat es gerne warm (so ca. 28º-32ºC Raumtemperatur), braucht Nahrung (am liebsten Zucker) und Feuchtigkeit. Zugluft bringt sie um. Also schön die Türen in der Küche geschlossen halten solange der Hefeteig auf dem Tisch liegt. Wenn man die Hefe gut behandelt, lohnt sie es indem sie sich ständig vermehrt und das ergibt einen schönen saftigen lockeren Hefeteig mit viel Geschmack. Denn sie frißt den Zucker und produziert viele kleine Luftbläschen und Aromastoffe. Für ein paar Pinze oder Pinzas benötige ich:

  • 100g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 40 g frische Hefe (oder 2 Tütchen Trockenhefe)
  • 250 ml Milch,
  • 150 ml Wermutwein, 1 El Anissamen
  • 250 g Butter, leicht angewärmt damit die Butter flüßig ist
  • 150 g Zucker,  10 g Salz

1.) Ich bereite zuerst einen Teigansatz/Vorteig mit ca. 250 g Mehl, 250 ml warmer Milch und einem EL Zucker & der Hefe. An einem warmen Ort (den auf 50ºC vorgeheizten Backofen, der aber jetzt ausgeschaltet wird) lasse ich den Vorteig aufgehen. D.h er verdoppelt sich und dabei vermehrt sich die Hefe. 2.) Der Anissamen wird im Wermutwein eingeweicht.  3.) Nach ca. 30-40 Minuten gebe ich die restlichen Zutaten dazu und es wird der Teig geknetet. Man sollte schon so ca. 10 Minuten lang kneten. Mit einer Küchenmaschine ist das kein Problem. Beim Kneten des Teiges werden die Eiweißmoleküle (Gliadin & Glutenin) gekräftigt und zu einer langkettigen Struktur geformt. Das macht den Teig stabil und es entstehen in der Krume die Poren. 4.) jetzt wieder den Teig ruhen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. 5.) nochmals den Teig zusammenschlagen, d.h. die Luft wird durch kneten entfernt, der Teig wird straffer.  Dadurch entstehn kleinere Poren im Teig, die Krume wird feinporiger. Wieder ruhen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat. Es ist darauf zu achten, dass der Teig beim Ruhen an einem  schön warmen Ort und vor Zugluft geschützt ist. 6.) Jetzt endlich kann portioniert und geformt werden. Aus dem Teig mache ich vier Porionen die rund geformt werden. 7.) Auf ein Backblech legen und ca. 10 Minuten aufgehen lassen. Dann mit Eigelb bestreichen, mit einer Schere mache ich das Oberflächenmuster und streueein paar gehackte Mandeln darauf. 8.) Gebacken wird bei ca. 160ºC Umluft. Nach ungefähr 30-40 Minuten sind die Pinza fertig gebacken. Zum Test kann man auf die Unterseite mit dem Finger klopfen. Es sollte sich hohl anhören. Mit Butter oder selbstgemachter Konfitüre ist eine Scheibe Pinza ein schöner Oster-Genuss.

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